Galerie Crystal Ball

The End – Lydia Karstadt

Eröffnung am Sa. 10.1. um 17 Uhr

bis 30. März 2025

Arbiträr und nach Absprache geöffnet

Regenbogen, 40 x 30 cm, Acryl/ Papier auf Leinwand, 2025

Performanceabend mit den Zugvögeln: Klappschiebetür und Evita Emersleben: Kussmundportrait- Performance

Performances am So. 14. Dezember um 19 Uhr

Die Zugvögel im MP43 in Marzahn-Hellersdorf/ Foto: Carola Rümper, 2025

Zugvögel – Klappschiebetür

Ein Manifest für die Flüchtigkeit des Moments

Monsieur Szenario erzählt: Keine Bühne. Ein Raum. Keine feste Struktur. Geräusche, Bewegungen, Licht – alles ist in Bewegung. Die Klappschiebetür ist ein Gedanke. Ein Rhythmus. Eine Frage. Die Tür klappert, weil sie fliegen will. Zugvögel haben keine Türen. Zugvögel sind Türen, die fliegen.
Ein Körper tritt ein, ein anderer hinaus. Auf und Zu. Als wäre sie ein Pendel zwischen zwei Dimensionen. Die Tür ist ein Exil, sie ist der ständige Wechsel von Innen und Außen. Die Tür gibt es nicht, sie ist der Wind. Der Wind fragt nach dem Weg. Wir sagen nichts. Zugvögel fliegen durch die Tür. Aber es gibt keine Tür. Wir sind alle die Tür. Freiheit? Was ist Freiheit? Ein Konzept, das wir in uns tragen, ohne es je wirklich zu wissen. Warum sind wir hier? Wir sind da, weil wir in der Luft hängen und das Gewicht des Bodens tragen. Die Schiebetür klappert wie ein Herz, das uns schlagen kann. Ein Moment, der zu lang wird. Wird die Tür jemals geschlossen? Nein. Aber ist der Moment des Bruchs nicht auch ein neuer Beginn? Vielleicht.
In diesem Augenblick sind wir alle die Zugvögel in der Unbestimmtheit des Moments. Es gibt keine Struktur, keine Linie – nur die Bewegung. Die Türe fließt in uns wie ein Strom, der nie aufhört, sich zu bewegen. Das Fließen der Türe – das Fließen der Gedanken – das Fließen des Lebens.

Evita Emersleben: Kussportrait Performance, Bremen 2025

Evita Emersleben – Kussmundportrait Performance

Evita Emersleben, die in und mit ihren Kussmundportrait Performances schon viele Bremer Künstler:innen abgebildet hat, wird an diesem Abend einen/ eine Besucher: in portraitieren. Dabei setzt sie allein mit ihrem geschminkten Mund rot gefärbte Küsse auf das Papier und entwickelt so in ihrer erstaunlichen Technik ein Portrait der Person aus den Abdrücken ihres Mundes. Ein Kussmunddruck entsteht.

Four Floors! Schellack Baby

Sonntag, 7. Dezember ab 17:30 Uhr

Mit Gina D´Orio, Lothar Wiese, DJ MegaOhm und Lydia Karstadt

Am 7. Dezember verwandelt sich Crystal Ball in eine liebevolle Salon-Großraumdiskothek der besonderen Art. Verschiedene illustre Discjockeys nutzen den Salon, das Schaufenster, die Küche und das Kabinett um ihre besondere Schätze, über die sie sich auch noch ausgezeichnet auskennen, auf die Plattenteller und das Grammophon zu legen. An diesem Abend sind ausschließlich Schellackplatten die Tonträger. Wir freuen uns auf eine vielfältige historische Diskothek der Tondokumente. Auf den verschiedenen Floors darf mitgesungen und getanzt werden.

Manfred Kirschner: Berlin à Gogo – Prosaische Schublade, Buchpremiere und Leseperformance

Freitag, 19. September um 18 Uhr, bei freundlichem Wetter am Zickenplatz (bei Regen in der Galerie) mit anschließender Buchparty c/o Crystal Ball mit DJ Kollagen

Der lang erwartete Mittelteil der Bildroman-Serie um den Künstler Harald Baumeister und seine Freund:innen Rita, Kurt und Ytong führt uns nach Berlin und Niedersachsen. Kirschners dritte Collage-Geschichte ist ein queerer Science-Fiction-Kunstroman, garniert mit Architekturkritik, dem 80er-Jahre-Berlin – und der Frage, wie man mit einer Schneekugel durch die Zeit reisen kann. Mit großer Erzählfreude entfaltet sich eine turbulente Geschichte über Verlust, Verwandlung und die heilende Kraft der Leichtigkeit.
Manfred Kirschner, aka Lydia Karstadt, kreiert Collagen, Malerei und Performances – und lässt uns hier erneut in seine vielschichtige Wort- und Bildwelt eintauchen. Mit Fußnoten fügt der Autor eine weitere Ebene hinzu, über die sich historische Stadtgeschichte und populäres Wissen mit der Prosa verbinden. Wir erfahren viel über Berlin, über wilde Kunstproduktion sowie über Freundschaft und jene heilsame Leichtigkeit, die im menschlichen Zusammensein aufscheint oder sich in der Lust an der Gegenwärtigkeit entfaltet. Dabei verdoppeln sich im Buch die Objekte mit den Geschehnissen: Denn wir alle begegnen einander mindestens zweimal. Beim ersten Mal wissen wir vielleicht noch nichts voneinander, und beim zweiten Mal glauben wir, uns in- und auswendig zu kennen – ohne sagen zu können, warum.

Die Publikation wurde mit Mitteln der VG Bildkunst/ Neustart Kultur gefördert und hat 2023 das Stipendium; Künstlerische Recherche des Berliner Senats erhalten.

Boris Jöns – Tanz in die Meinung

Am Sonnabend, 3. Mai. Vor und in der Galerie Crystal Ball, Schönleinstr. 7, Beginn: 19:00 Uhr

Boris Jöns/ Lydia Karstadt: Tanz in die Meinung

Erstaunlich passend zum diesjährigen, schon legendären Sellerie Weekend zeigt Crystal Ball ein besonderes Special: Der Künstler Boris Jöns hat die Meinung als nachhaltige Ressource entdeckt. Mit seinem innovativen Diskurs-Plugin kann er aus gesammelten Kommentaren und Ansichten der Passanten und Besucher:innen das enthaltene Energiepotenzial gewinnen und dieses in Echtzeit in Sounds und Musik umwandeln.

Mit der komplexen interaktiven Klangperformance und Kunstaktion Tanz in die Meinung schließt gleichzeitig die nutzbare Ausstellung „Room With A Viewer“. Besucher*innen können mit ihren Smartphones Textkommentare zu aktuell anliegenden Themen eingeben oder in ein Mikrophon sprechen. Ein dafür entwickeltes Sprachmodell erkennt fünf Sprechakte, die unterschiedliche musikalische Impulse auslösen. Ein Team von Meinungssekretär:innen (Boris Jöns, Lydia Karstadt und Stefan Ruf) assistiert und befeuert die Transformation von Meinungen in Musik.

Boris Jöns´ lustvoll ironische Kunstaktion erscheint angesichts weltweiter Krisen vielleicht unpassend, spricht sie jedoch von dem kritischen Verhältnis einzelner differenzierter Ansichten in einem von Populismus geprägten gesellschaftlichen Schlagabtausch, in der die einzelne Meinung immer kritischer und wertloser scheint. Der Künstler deutet genau da auf die enthaltene Energie, die nicht mehr ungenutzt verpufft sondern im Zusammenspiel der Äußerungen, einer Nutzbarmachung, zu einer sozialen Plastik, ein neues Miteinander der beteiligten Menschen entwickelt.

Mit dem Beginn der Veranstaltung wird auch gleichzeitig die Tanzfläche im Kunst-Hotelzimmer eröffnet. Wir freuen uns über zahlreichen Besuch!

Room With A Viewer – the art of a night´s stay

Crystal Ball verwandelt sich in ein Kunsthotelzimmer

Eröffnung am Freitag, 21. Februar 2025 um 19 Uhr

22. Februar bis 4. Mai 2025

Thomas Behling – Evita Emersleben – Tornike Gognadze – Elke Graalfs – Maike Häusling – Boris Jöns – Eva Kim – Manfred Kirschner – Abir Kobeissi – Christina Paetsch – Gabriele Regiert – Rebecca Rothenborg – Veronika Schumacher – Silke Thoss – Oliver Voigt – Barbara Wagner – Ole Wulfers

Das Projekt „Room With A Viewer – the art of a night´s stay“, kuratiert von Julia Psilitelis (Frankfurt am Main) und Lydia Karstadt (Berlin), ist eine experimentelle, benutzbare Ausstellungspräsentation. Siebzehn Künstler:innen möblieren darin im Ausstellungsraum ein Gäste- oder Hotelzimmer, welches für Übernachtungen gebucht werden kann. Jedes Einrichtungsstück des Interieurs ist von einer der Künstler:innen gestaltet worden und komplettiert das Gästezimmer. Die Kunstwerke, die im Kontext zueinander gesetzt zu den Öffnungszeiten der Galerie eine Gruppenausstellung, später andererseits ein Zimmer; eine Übernachtungsmöglichkeit darstellen, wurden zum großen Teil eigens für das Projekt kreiert.

Diese ambivalente Konzeption setzt sich in den thematischen Aspekten des Projektes fort. Die Ausstellung untersucht zum einen als soziologisches Experiment wie es ist, in einer Kunstinstallation zu übernachten. Zum anderen klagt sie die prekäre Wohnungsnot Berlins in einem, durch den Senat unkontrollierten Mietenwahnsinn dominierten Wohnungsmarkt an.

Das Projekt deutet außerdem auf die aktuellen, drastischen Kürzungen im Kulturbereich, indem es ironisch vorführt wozu Ausstellungsräume künftig benutzt werden und Künstler:innen, nach Meinung der aktuellen Politik, ein Auskommen finden können.

Die Ausstellung ist nach kurzer Anmeldung und zu unseren Veranstaltungen kostenfrei geöffnet.

Erleben Sie eine ganz außergewöhnliche Erfahrung und übernachten Sie in der Ausstellung im Berliner Galerieraum Crystal Ball! Sie können schon jetzt über den Galeriekontakt eine Übernachtung buchen.

Die Erlöse der Übernachtungen kommen der Galerie und den Künstler:innen zugute.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung und zu unseren Veranstaltungen zu sehen. Der Besuch ist natürlich kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Übernachtung, So-Fr, je Nacht 120,-€

Übernachtung, je Nacht, Fr-So 150,-€

Übernachtung, mit vegetarischem Frühstück (10- 12 Uhr) 140,-€/ 170,-€

berlin@galeriecrystalball.de, Tel: 0049 30 600 52 828

Finissage, Konzert, Performance: Ausgesprochen Blühender Blödsinn + die Zugvögel

Performance und Konzert in der Installation, Am 10. Januar 2025, Einlass um 19 Uhr

Für unsere erste Veranstaltung im neuen Jahr haben wir die Multiinstrumentalistin und Filmkomponistin Mareike Hube von Unordentliche Musik zu Gast. Sie präsentiert ihr Musikprojekt „Ausgesprochen Blühender Blödsinn“. Die Band hat einen speziellen, originären Sound der besonders durch prägnanten Minimalismus, einem Cello und exzeptionelle Schlaginstrumente wie Donner und prägnanten Gesang eine Art postmodernen Krautrock herstellt. Außerdem wird die Impro- Performancegruppe Zugvögel auftreten und die Materialien der vielschichtigen Installation „Good News“ von Elke Graalfs nutzen um sie zur Aufführung zu bringen. Die Performances der Zuvögel, die auch unvorhergesehen im öffentlichen Raum spielen, werden live und direkt vor Ort entwickelt. Begleitet werden die Acts von DJ Lobotomy der auch mit einem Cellisten und Mareike Hube in ABB spielt und singt. Als Bonbon gibt es noch eine Überraschung von Mireille& Matthieu. Das Alles zum Abschluss der Installation von Elke Graalfs.

Die Zugvögel im Bauhaus/ Dessau, 2024
Elke Graalfs: Good News- 30 Schichten Unlust zur Erbauung, Crystal Ball, 2024

Elke Graalfs, Good News

30 Schichten Unlust zur Erbauung

Vernissage am 7. Dezember um 19 Uhr

bis 12. Januar 2025

geöffnet: freitags von 14 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung

Elke Graalfs, Good News – 30 Schichten Unlust zur Erbauung, 2024, Fotos; Jutta Lilienfein

Elke Graalfs zeigt in ihrer Ausstellung in der Crystal Ball eine installative Projektidee, die sich aus ihrer Arbeitsform entwickelt und welche sie schon lange im Ausstellungsraum umsetzen wollte. Die Arbeiten der Künstlerin bewegen und verbinden Fotografie und Malerei in Collagen sowie in raumgreifenden Installationen.

Für „Good News – 30 Schichten Unlust zur Erbaunung“ entwickelt Graalfs eine Installation, die ihrer Ateliersituation ähnlich, das Prozesshafte ihrer Arbeitstrategie und die sie begleitenden Nebenpfade in den Blick nimmt. Die Künstlerin kleidet die Wände in ihrem Atelier mit weißem Papier aus, denn sehr häufig malt sie ihre Motive auf dem Papier, um sie später auszuschneiden und für Installationen zu verwenden. Dies passiert ganz analog zur Collagearbeit, die sie auch auf Buchseiten in gedruckten Büchern und Magazinen fortführt. Im Atelier aber begleitet das Malen immer auch das Kommentieren und Ausführen anderer Ideen an den Rändern oder den Seiten der großen Papiere während der Arbeit. Werden dann später Motive herausgeschnitten und neue Papiere darüber getackert, eröffnen sich auch im Raum Schichten, wie in einem Buch. Formulierte Gedanken, politische Kommentare und Zeichnungen tauchen auf wie ein innerer Dialog, der auch Entwürfe, Nebensächliches und Relationen von Konzepten, auf den Papierbahnen, in Sprechblasen und Bilder verpackt. Wir sehen den Schaffensprozess mit seinen begleitenden inneren Aktionen, dem Denken und Fühlen der Künstlerin gespiegelt. In der Ausstellung wird die Künstlerin dieses Experiment zeigen und entwirft damit ein fast ganzheitliches, strukturalistisches Konzept indem nicht nur das fertige Werk, sondern auch der Weg dahin, mit seinen Schwierigkeiten, Ablenkungen, Nebenpfaden und Pausen von Interesse ist. Ja, die Pause selbst, das nicht tun, nicht malen oder anderes tun, welches trotzdem zum Werk führt, kann zum Thema einer spielerischen Untersuchung werden. Es kann aber auch einen persönlichen, sensiblen Zusammenhang eröffnen. In Graalfs Installation zeigt sie das Werk wie in einem Buch, und öffnet damit ihre Arbeiten für weitere Beziehungen, die wie sprechenden Schichten das Kunstwerk umgeben und in einer Sphäre der Kreation verorten als sei es gerade erst, im Moment indem wir es anschauen, fertig geworden. Dies kann man als eine wiederkehrendes Motiv in Elke Graalfs Arbeiten finden, dass sie kreative, geistige Prozesse in räumliche Adaptionen und damit in gleichermaßen geeignete wie beeindruckende Installationen umsetzt.

Fotos: Michael Jungblut

Matchbox – NIZA Kollektiv

Work in Progress vom 20. bis 29 November

Vernissage am Samstag, 30. November um 19 Uhr, Sonntag von 14-19 Uhr geöffnet

Oliver Zabel, Java, 15 x 7 x 2,5 cm, Mixed Media, 2023

Im November besucht uns das NIZA Kollektiv und wird für „Matchbox“ innerhalb nur einer Woche in der Galerie eine wandfüllende Arbeit realisieren. Ganz wie in den vorherigen Arbeiten der Gruppe, in denen Wandbilder im öffentlichen Raum, in Bremen, Polleur in Belgien, Schildow in Brandenburg, Bornholm und Berlin realisiert wurden, wird eine große Wandarbeit nach einer Miniaturvorlage gemalt. Deshalb ist es auch möglich die Künstler:innen beim Arbeiten zu besuchen, ähnlich wie es „Draußen“ zufällig passiert. Die kleine Miniatur die für „Matchbox“ Modell steht, ist vom Künstler Oliver Zabel kreiert worden. Mit alten Streichholzschachteln inszeniert Zabel Objekt Collagen, deren spielerische Szenen in der Relation mit ihren kleinen raren Lithografien überraschende Bedeutungsveränderungen entwickeln. Die Künster:innen Daniela und Malte Nickau arbeiten mit Oliver zusammen am NIZA Konzept, an großen Reproduktionen der Schachteln, die auch Vergrößerungen kleiner Ungenauigkeiten charmant in den Blick nimmt und ein virtuos gemaltes Blow Up der Objektkunst herstellt.

„Matchbox“ zeigt außerdem auch innerhalb einer Reihe die Miniaturen, die bereits im öffentlichen Raum von NIZA umgesetzt wurden.

NIZA bei der Arbeit im Hafen Rønne/ Bornholm, 2024

Bad Art Secrets – Praxiskurs –

Die gute/ das Gute/ in der schlechten Kunst

Der neue Workshop für Künstler:innen und alle die es nicht werden wollen, bietet der Kurs Anleitungen für schlechte Kunst und das Überwinden innerer Blockaden

Immer scheint es darum zu gehen, etwas Wahres und Schönes zu schaffen. Einen Ausdruck für die Zeit zu finden, das Persönliche im Allgemeinen zu versenken, handwerkliche Perfektion mit Aussagekraft in Waage zu bringen, um sodann etwas Unvergleichliches zu schaffen – ein Kunstwerk zu kreieren. Das Werk selbst soll Alleinstellungsmerkmale zeigen, rätselhaft sein und dabei doch vieldeutig. Einem visuellen Magneten gleich, den man immer wieder anschauen möchte, ohne ihn je begreifen oder dem innewohnenden Geheimnis ganz und gar habhaft werden zu können. Das sei wahre Kunst, so schreiben es die von erfahrenen Künstler:innen gelehrten Rezepturen für große Kunstwerke vor.

Was aber, zäumte man das Pferd von der anderen Seite auf und der/die Akteur:in ließe sich gar einer ungelernten, nicht künstlerischen Community zuordnen und ginge ganz unbedarft und unmittelbar mit den Werkzeugen des Unbewussten an die Sache heran. Oder er/sie wäre Künstler:in mit der unbändigen Abenteuerlust auf etwas Neues, Ungezähmtes, auf Grenzerfahrungen und Spiel auf den chaotisch weitläufigen Landschaften der anarchischen Weidelandschaft des Zufälligen. „Das Erlernte, das Akademische, das So und So“ müsse man abwerfen. Um wahre künstlerische Freiheit zu gewinnen, da ginge es augenblicklich darum, diesen manirierten überflüssigen Ballast zu verklappen, sich den psychologischen Blockaden zu stellen, ja gar die Zielgeraden der eigenen Persönlichkeit zu entkommen“, so Lydia Karstadt. „Große Kunst entsteht in der schlechten“ so Lydia Karstadt, „wenn einfach überhaupt offen ist, was entsteht.“

Mit Künstlern wie Joseph Beuys habe sich die Kunst dem Menschen mit dem erweiterten Kunstbegriff geöffnet, warum also solle sich nun nicht auch der Mensch der Kunst gegenüber öffnen. Lassen wir also alle willkürlichen, spontanen, unbedachten, widersprüchlichen und unbesonnenen Strategien in der Produktion geschehen und dies möglichst automatisch und schauen uns dabei zu, was passiert.

Für „Bad Art Secrets“, den ersten Workshop für schlechte Kunst, haben wir exklusiv die begeisterungsfähige Dozentin Lydia Karstadt gewinnen können. Einmal pro Woche wird sie uns eine Einführung in die zufällige und gedankenlose Produktion von schlechter Kunst geben und uns dann bei der anschließenden direkten Produktion helfen. Mit einer humorvollen, leichten und performativen Wirkung ist der Kurs: Bad Art Secrets besonders für Autodidakten und Interessierte geeignet, um psychische Hemmschwellen abzubauen sowie Selbstvertrauen und kreative Erfahrung zu gewinnen.

Die Teilnahmegebühr pro Kurs beträgt: 30,- Euro/ inklusive Material von 10€ Euro

Jeden Montag von 18:45 to 20:15 in der Crystal Ball

Anmeldung per E-Mail: crystalballberlin@gmail.com

Crystal Ball Berlin