Galerie Crystal Ball

Deplacer – Deplatzieren

Eröffnung der Ausstellung in der Galerie Crystal Ball:
Sa. den 1. Oktober 2011 um 20 Uhr mit einer Performance von Nicolas Puyjalon.

Achtung:  Eine Ausstellung an zwei Orten. Kulturpalast Wedding International, eröffnet den ersten Teil mit Performance am vorherigen Tag:  Fr. den 30. September um  20 Uhr.
Die Ausstellungen werden kuratiert von Kurt Forever

deplacer deplatzieren Galerie Crystal Ball Berlin
deplacer deplatzieren, Galerie Crystal Ball Berlin
  • Amélie Bertrand
  • Vincent Busson
  • Sarah Duby
  • Ariel Fleiszbein
  • Benoît Géhanne
  • Aurélie Godard
  • Flandin & Waré
  • Nicolas Puyjalon
  • Edgar Guilmoto

Roger Callois zeichnet den außergewöhnlichen Prozess von Insekten auf, die perfekt ihre Umgebung imitieren können, bis sie sich völlig in der Gleichförmigkeit der selben ununterbrochenen Textur auflösen. Viele werden von einer Taktik des Raub- und Verteidigungsmechanismus sprechen, doch Roger Callois wird diese Thesen widerlegen.

Callois These: Diese Tarnung, die darauf abzielt die Unterschiede zwischen dem Organismus und seiner Umgebung zu vermindern, würde eine Depersonalisation verusachen, da eine wirksame Imitation jede Variation oder Grenze von einem zum anderen auslöschen kann, wobei das individuelle Sein von jenem Umgebungsraum aufgesogen wird, mit dem es eigentlich verschmelzen wollte.

Callois stellt sich die Frage der Grenze oder des Umrisses und er verteidigt die Unterschiedlichkeiten gegen die radikale ontologische Auslöschung der Tarnung. Die animalische Mimik, welche ein ultimatives Beispiel für das Ideal der Harmonisierung zwischen der Figur und dem Hintergrund ist, zeigt das Risiko der Entropie auf. Eine Lösung: Sich den Gesetzen der Ähnlichkeit, des Sprudelns von Unregelmäßigkeiten zu widersetzen. DEPLATZIEREN, gegen die Auslöschung von Unterschiedlichkeiten zu kämpfen, welche die Wiederholung vom Selben erzeugen.

DEPLATZIEREN, Durcheinander und Unterbrechungen können Gestalt annehmen. Als Metonymie den Wert der Darstellungen bewegen. Die Behauptung: Darüber hinaus, was die Vereinbarungen als gute Form angeben oder als augenscheinlichen Inhalt tolerieren, diese Nichtübereinstimmungen stoßen zusammen, regen zum Überdenken von Verbindungen an und öffnen neue Bereiche.

Text von Marion Delage de Luget